Einleitung
Ich mache jetzt etwas, das ich selbst bei Büchern zu Sachthemen bis aufs Blut hasse -
nach dem Vorwort eine Einleitung schreiben. Für mich fühlt sich das überflüssig an.
Ich habe keine Zeit. Komm zum Punkt mein Bester.
Allerdings habe ich grade mit meinem Vater telefoniert, nachdem er die ersten Texte mit liebevollen Blick gelesen hat.
Uns ist aufgefallen:
Ich weiß, warum ich diese Sätze schreibe. Mein Vater nicht - woher auch?
Genauso wie mein Vater nicht weiß, warum er sich durch Seiten voller langweiliger und komplizierter Neurowissenschaft hindurch lesen sollte, wirst auch du dir vermutlich eine entscheidende Frage stellen.
Warum zur Hölle lese ich das hier?
Fair - Es ist mitunter schwer zu verstehen, voller neuer Worte - pfui Worte, teilweise flapsig, vielleicht zu ungenau, oder bei dem ein oder anderen Punkt etwas zu ausschweifend.
Es wird vorkommen, dass dir etwas von dem Geschriebenen nicht gefällt.
Du brauchst einen Grund zu lesen.
Ziel des ganzen Projektes ist, etwas absolut essenzielles über das Leben zu lernen:
Was ist Schmerz? Wie funktioniert er?
Viele Akteure des Gesundheitssystems erklären dir, dass und warum du kaputt bist. Ich nicht.
Dieses Buch versucht einen Raum für Verständnis zu schaffen. Verständnis dafür, warum wir uns kaputt fühlen.
Es gibt so wahnsinnig viele verschiedene Ideen davon, wie man mit Schmerzen umgehen könnte.
Aber es gibt nur eine einzige anatomische Grundlage für Schmerzen - nur eine.
Diagnosen sind vielfältig - Schmerzprozesse sind für alle gleich.
Wenn du diesen Weg mit mir zusammen gehst, sehe ich eine große Chance darin, dass du sie verstehst -
und sich deine Perspektive zu Schmerzen ändern wird.
Es gibt duzende Schmerzratgeber und Fachbücher zu diesem Thema. Fachlich tiefgreifende Literatur ist für Menschen wie dich und mich schwere Kost. Ratgeber wirken teilweise etwas polemisch und wenig wissenschaftlich.
Mein Angebot an dich ist eine Brückenlösung: ein hin und wieder provokant geschriebenes Buch, auf einer soliden wissenschaftlichen Basis.
Fachwissen in deiner Sprache. Denn ich weiss, dass du es verstehen kannst, wenn man mit dir auf Augenhöhe spricht.